Dieter Kaufmann: Vielfalt statt Einfalt

Die Nischen von heute können die Arenen von morgen sein
Globalisierung des Musikmarktes stärkt die Starken, schwächt die Schwachen, gefährdet die kulturelle Vielfalt. „Fair Music“ arbeitet an der Globalisierung des Widerstands gegen solche Mainstream-Tendenzen in allen Genres. An Stelle von „schön und reich“ setzt dieser Widerstand auf „kreativ und fair“.
Mainstream ist Musik von gestern. Die Nischen von heute können die Arenen von morgen sein. Die Gefahren musikalischer Nivellierung im fortschreitend kommerziellen Klimawandel lassen sich nicht gesund reden. Sie schreien nach alternativen Ideen. In einer von markt- und quotengeilen Vermittlern beherrschten Musikszene hilft nur Neugier auf musikalisches Neuland, die Freude am Entdecken neuer Klanglandschaften und der Mut, auch immer wieder unpopulär zu sein. Komponisten sind in letzter Konsequenz Geheimnisträger. Ihre Produktionen sind zu fördern, ohne sie populistisch an der Quantität ihres Erfolges zu messen!
Dieter Kaufmann ist Komponist, er lehrt an der Wiener Musikuniversität Komposition und Elektroakustische Komposition. Gemeinsam mit Gunda König gründete er 1975 das “K&K Experimentalstudio”, mit dem er zahlreiche internationale Tourneen absolvierte. Er war Präsident der IGNM Sektion Österreich, der Gesellschaft für Elektroakustische Musik, des Österreichischen Komponistenbundes, und ist seit 1992 Vorstandsmitglied, seit 2001 Präsident der Austro-Mechana.
















